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Biologisch kompatibel – Gibt es das überhaupt?
Um es einmal ganz klar zu sagen, es gibt kein optimal biologisch kompatibles Material, sondern immer nur das für den Patienten zur Zeit am besten Verträgliche. Der Mensch ist ein so genanntes offenes System. D.h. der menschliche Organismus reagiert auf Veränderungen in seiner In- und Umwelt. Ein Material, das 10 Jahre problemlos im Mund war, kann durch Veränderungen – z.B. durch die mittlerweile notwendig gewordene Einnahme von Medikamenten – plötzlich nicht mehr »passen«. Der Körper reagiert mit einer Unverträglichkeitsreaktion.
In jedem Fall ist es aber deutlich sinnvoller ein Material zu testen, als irgendein beliebiges Material zu verwenden.
Hierzu gibt es labortechnische und physikalische Methoden, um eine Materialverträglichkeit für jedes Individuum zu ermitteln.
Moderne umweltmedizinische Verfahren erlauben mit hoher Treffsicherheit bereits im Vorfeld einer Versorgung eine Aussage über die mögliche Sensibilisierung gegenüber bestimmten Materialien. So können vor einer definitiven Versorgung der Gebrauch eines von vorne herein unverträglichen Materials ausgeschlossen und Folgeschäden und vor allem Folgekosten vermieden werden.
Bei jeder anstehenden neuen Versorgung sollte man sich darüber im Klaren sein, ob und was in den nächsten Jahren eventuell noch an Zahnersatz anstehen könnte. Daraufhin kann man zum jetzigen Versorgungszeitpunkt bereits ein Material auswählen, das den zur Zeit notwendigen Anforderungen entspricht, das aber auch bei zukünftigen Arbeiten verwendet werden kann. Insbesondere dann, wenn diese Arbeiten möglicherweise umfangreicher ausfallen wie die zur Zeit anstehende Versorgung. So erreicht man, dass der »Gemischtwarenladen« im Mund verschwindet.
Es gibt Legierungen (Metallgemenge zur Herstellung von Zahnersatz), die allen Anforderungen gerecht werden. Diese bestehen in der Regel zu ca. 98 % Edelmetallen. Sie sollten möglichst wenig »unreine« Metalle enthalten, weil diese erfahrungsgemäß die Unverträglichkeit für eine Legierung erhöhen. Lassen sich für einen Menschen keine verträglichen Metalllegierungen finden, muss auf metallfreie Materialien ausgewichen werden.
Immer häufiger gibt es Menschen, die gegen Metalle unverträglich reagieren, die sogar eine Allergie gegen Metalle entwickelt haben. Für diese Menschen ist es schön zu hören, dass es metallfreie Materialien gibt, die kaum noch einen Wunsch offen lassen.
Aus diesen Materialien sind Arbeiten möglich, die vielerorts als unmöglich deklariert werden. Sie bestehen zum einen aus Keramik und aus einem speziellen Kunststoff. Dieser Kunststoff besteht eben nicht aus dem sonst üblichen 2-Komponenten Verbindungen, die ihrerseits wieder Allergien und Unverträglichkeiten auslösen können. Sogar Klammerprothesen sind mit diesen Werkstoffen möglich.
Selbstverständlich ist auch eine Kombination dieser Werkstoffe untereinander (Keramik und Kunststoff) möglich, so dass sogar komplizierte Kombinationsarbeiten aus metallfreiem Material angefertigt werden können.
Wir freuen uns auf Sie!
Studium der Zahnmedizin und Approbation 1989, Promotion 1990.
Postgraduierte Ausbildung an der Universty of Miami in Implantologie, Chirurgie.
Div. Vorträge, Kurse und wissenschaftliche Publikationen national und international.
Weiterbildungen in:
Umweltzahnmedizin, part. Studium der Osteopathie, Appl. Kinesiologie, Manualtherapie, Akupunktur, Homöopathie, CMD-Therapie, Cranio-Sacral-Therapie, ganzheitl. Therapien.
Niederlassung in eigener Praxis mit eigenem Dentallabor 1992.
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